Moody Barn

45.301944444444-92.870555555556Koordinaten: 45° 18′ 7″ N, 92° 52′ 14″ W
Der Moody Barn ist eine Rundscheune in der Chisago Lake Township im Chisago County, Minnesota. Die Farm wurde 1871 von den schwedischen Auswanderern Elof und Eva Modig nach dem Homestead Act begründet. Das Ehepaar zog fünf Kinder auf der Farm groß und baute Weizen an, was in den 1870er Jahren nicht ungewöhnlich war. In den 1890er Jahren begann die Landwirtschaft Minnesotas sich mehr zu diversifizieren. Die Produktion von Milch und Käse wurde häufiger und die Erzeugnisse wurden durch kooperative Molkereibetriebe vertrieben. 1915 entschied sich einer der Söhne, Charles Moody, zum Bau einer modernen Rundscheune.
Die Scheune hat einen Durchmesser von 56 Fuß (rund 17 m) und etwa dieselbe Höhe. Im Innern ist ein 42 Fuß (rund 13 m) hohes Silo untergebracht. Außerdem befindet sich im Erdgeschoss ein Stall für Milchkühe und deren Kälber und im Stockwerk darüber ein Boden zum Aufbewahren von Heu. Statt des traditionellen Anstrichs in Rot und Weiß wurde die Scheune in blaugrauer Farbe gestrichen. Die Baukosten betrugen 3200 US-Dollar (in heutigen Preisen rund 78.000 US-Dollar), wobei die sieben beim Bau beteiligten Männer jeweils einen Dollar pro Tag plus Mahlzeiten bekamen.
Im Jahr 2004 wurde die Scheune von der westlichen Seite der Straße auf die Ostseite verlegt. Das Bauwerk gehört heute der Chisago County Historical Society. Es wurde neu gestrichen und verschindelt. Die Rundscheune steht heute in einem rund zehn Hektar großen Park.

Adlersuchsystem

Die Redewendung Adlersuchsystem karikiert die weniger geübte Nutzung von Schreibmaschinen und Computertastaturen durch Personen, die des trainierten Tastschreibens mittels Zehnfingersystem nicht mächtig sind.
Die Wendung spielt sowohl auf die kreisende Suchbewegung des Adlers auf der Suche nach seiner Beute an (d. h. mit einem Finger über der Tastatur kreisen, zielen und zustoßen, englisch spricht man von hunt and peck typing ‚jagen und zuschlagen‘) als auch auf die Schreibmaschinenfirma Adler (später mit Triumph fusioniert zu Triumph-Adler), die seit 1898 Schreibmaschinen produzierte. Sie war besonders bekannt für ihre mechanischen Schreibmaschinen mit Stoßstangen-Typenträgern, die technisch bedingt zwar als Reiseschreibmaschinen beliebt waren, deren unterschiedlicher Anschlag der Typen aber die Anwendung des im Entstehen begriffenen Zehnfingersystems erschwerte.
Die Redewendung wird je nach „Übungsgrad“ oft auch ergänzend benannt als
Andere bildhafte, zum Teil despektierliche Bezeichnungen sind etwa Partisanen­methode („stündlich ist mit einem Anschlag zu rechnen“), Terrorsystem („jede Minute ein Anschlag“) oder Kolumbus-Methode („einen Buchstaben entdecken und darauf landen“).

Iljuschin Il-20 (1948)

Die Iljuschin Il-20 (russisch Ильюшин Ил-20) war ein sowjetisches Schlachtflugzeug, das zweisitzig und in Ganzmetallbauweise ausgelegt war. Den Rumpf panzerte man mit 15 mm Stahlblech. Zur Verbesserung der Sicht während des Bombenabwurfs im Horizontalflug war die Pilotenkanzel in den Bug des Rumpfes direkt über das Triebwerk verlegt worden.
Die Arbeiten begannen 1947, der Erstflug durch Wladimir Kokkinaki erfolgte Ende 1948.
Das Projekt wurde nicht weiter verfolgt, da man davon ausging, dass ein Kampfflugzeug mit Kolbenmotor in der beginnenden Strahltriebwerks-Ära nicht mehr notwendig sein würde.
Die Il-20 ist nicht zu verwechseln mit der sehr viel bekannteren ECM/ELINT-Variante der Iljuschin Il-18, siehe hierzu Iljuschin Il-20.
Ebenfalls als Il-20 bezeichnet wird eine Zivilausführung des taktischen Bombers Iljuschin Il-28, die etwa Mitte der 1960er Jahre von der Aeroflot als Frachtflugzeug eingesetzt worden ist.
Il-12 • Il-14 • Il-18 (1946) • Il-18 • Il-62 • Il-86 • Il-96 • Il-103 • Il-108 • Il-114
A-50 • DB-3 • DB-4 • Il-2 • Il-4 • Il-6 • Il-8 • Il-10 • Il-20 (1948) • Il-20 • Il-22 • Il-24 • Il-28 • Il-30 • Il-32 • Il-38 • Il-40 • Il-46 • Il-54 • Il-76 • Il-102 • Il-112 • Il-214

Fließ

Fließ ist eine Gemeinde mit 2993 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Bezirk Landeck, im Bundesland Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Landeck.
Von 25. August bis 5. Oktober 2015 hieß die Gemeinde offiziell Fliess.

Fließ ist ein Haufendorf im Oberen Gericht, das auf einem kleinen Plateau etwa 200 Meter über dem Inntal liegt. Die Ortschaft liegt am Fuß des Krahbergs, der zum Venet-Massiv gehört.
Die Gemeinde besteht aus der einzigen Ortschaft bzw. Katastralgemeinde Fließ. Zur Gemeinde Fließ gehören viele kleine Weiler, die sich über das Inntal und die ganzen Hänge links und rechts des Tales verteilen:
Nachbargemeinden sind Faggen, Fiss, Jerzens, Kaunerberg, Ladis, Landeck, Prutz, Tobadill, Wenns und Zams.
In Fließ traten einige bedeutende archäologische Funde zu Tage, wie der Kathreinfund, ein hallstattzeitlicher Schatz, ein bronzezeitlicher Schatzfund vom Moosbruckschrofen am Piller, die Reste eines bronzezeitlichen Hauses im Fließer Ortsteil Silberplan und der Brandopferplatz auf der Piller Höhe.
Zur Römerzeit war Fließ eine wichtige Raststation, was zahlreiche Funde beweisen. Der kleine Ort verfügt über die älteste Kirche dieser Region, von der Grundmauern aus dem 6. Jahrhundert entdeckt wurden. Viele der archäologischen Funde sind im Museum Fließ ausgestellt.
Erstmals ins Licht der schriftlich bezeugten Geschichte tritt Fließ in den Jahren 1115–1122, als zu „Flies“ Besitz an das Stift Rottenbuch übertragen wurde.
Nach einem Großbrand im Jahre 1933 wurde Fließ wesentlich weitläufiger neu errichtet und restauriert. Heute bestehen noch Teile des alten Ortskerns und einige alte Gehöfte in den außerhalb liegenden Weilern.

Fließ verfügt gemeinsam mit Zams über ein kleines Skigebiet. Die Gemeinde hat auch Anteil am Naturpark Kaunergrat.
Vor der Errichtung der Talstraße verlief die Verbindungsstraße von Landeck zum Reschenpass durch den Ort.
Das Tal der heutigen Pillerhöhe bildete vor mehr als 100.000 Jahren die Fortsetzung des Oberinntals. Der Piller Sattel (wie er auch genannt wird) bildete trotz des steilen Anstiegs vom Oberinntal her eine vielbenutzte Abkürzung vom Engadin über das vordere Pitztal nach Imst. Der „Gache Blick“ auf 1559 m bietet einen weiten Ausblick auf das obere Inntal. Von hier führen Straßen nach Fließ und in das vordere Kaunertal. Das Gebiet ist reich an kleinen Hochmooren, hier führt auch ein Moorlehrpfad durch.
Weit über die Grenzen Tirols hinaus bekannt machte die Pillerhöhe aber die Entdeckung eines prähistorischen Opferhügels. Die uralte Kultstätte wurde in den Jahren 1992 bis 1998 vom archäologischen Institut Innsbruck wissenschaftlich minutiös erforscht und in mehreren Druckschriften dokumentiert. Die umfangreichen Funde im Aschenhügel rund um den steinernen Altar sind im archäologischen Museum Fließ ausgestellt: Waffen, Werkzeuge sowie Schmuckstücke aus unterschiedlichsten Materialien zeugen von der über zweitausendjährigen Verwendung des Hügels als Opferstätte von der Bronzezeit bis zum Ende des Römischen Weltreiches um 400 n. Christus. Die Nachbildung einer rätischen Opferprozession aus Eisen, mehrere Stelen mit Informationstafeln sowie freigelegte Felsspalten, in denen Keramik und Bronzebeile gefunden wurden, machen PassantInnen auf die Bedeutung dieser historischen Stätte aufmerksam. Berühmt ist auch der sogenannte „Schatz vom Moosbruckschrofen“ mit einem gut erhaltenen bronzenen Kammhelm, der in der Nähe des „Gachen Blick“ am Fließer „KULT-UR-Weg“ entdeckt wurde.
Die steilen Trockenhänge in einem etwa acht Kilometer langen schmalen Gürtel zwischen dem Ortsteil Eichholz westlich vom Hauptort und der Pontlatzer Brücke bilden eine Landschaft mit Trockenrasen und Buschwerk. Typisch für trockenwarme inneralpine Täler ist ein Föhrenwald, hier wurde der Wald jedoch längst für Weidenutzung gerodet. Dadurch hat sich eine Pflanzengemeinschaft aus Buschwerk und Rasen angesiedelt. Eine geringfügige Beweidung ist notwendig, um das Zuwachsen mit Büschen zu vermeiden. Das Heckengestrüpp und zur Bewässerung angelegte Steinmäuerchen bieten einen Lebensraum für Schmetterlinge, Insekten und Eidechsen.
Faggen | Fendels | Fiss | Fließ | Flirsch | Galtür | Grins | Ischgl | Kappl | Kaunerberg | Kaunertal | Kauns | Ladis | Landeck | Nauders | Pettneu am Arlberg | Pfunds | Pians | Prutz | Ried im Oberinntal | St. Anton am Arlberg | Schönwies | See | Serfaus | Spiss | Stanz bei Landeck | Strengen | Tobadill | Tösens | Zams

Homolovi Ruins State Park

Der Homolovi Ruins State Park ist ein State Park im Navajo County im US-Bundesstaat Arizona mit einer Fläche von 18,2 km². Es ist hauptsächlich ein Erhaltungsreservat von archäologischen Stätten der Anasazi (ancestral puebloans). Er wurde am 22. Februar 2010 aus Geldmangel für die Öffentlichkeit geschlossen und ist auf absehbare Zeit nicht zugänglich.
Homolovi ist ein Wort aus der Uto-aztekischen Sprache der westlichsten Gruppe der Pueblo-Indianer, den Hopi, und bedeutet übersetzt „Platz der kleinen Hügel“. Sie leben im nordöstlichen Arizona am Rande des Painted Desert in einer 12.635 km² großen Reservation.

Der State Park liegt etwa 1,5 km nördlich von Winslow. Er ist über die Interstate 40 und die Arizona State Route 87 erreichbar. Die Höhenlage beträgt 1478 m.
Bereits zwischen 1200 und 1400 lebten in der kargen Landschaft die Hisatsinom. Der Pueblo Homolovi II soll bis zu 1200 Räume umfasst haben und wurde wahrscheinlich wegen einer Flutkatastrophe aufgegeben. 1896 gab es erste Ausgrabungen und seither wurden insgesamt 340 Fundstätten entdeckt und freigelegt. Die Idee eines State Parks wurde 1986 aufgrund einer Initiative der Hopi-Indianer spruchreif und 1993 konnte der Homolovi Ruins State Park eröffnet werden. Insgesamt vier der Ruinen wurden unter den Bezeichnungen Homolovi I Ruin, Homolovi II, Homolovi III und Homolovi Four (IV) zwischen 1983 und 1986 ins National Register of Historic Places in Arizona aufgenommen.
35.025277777778-110.62888888889Koordinaten: 35° 1′ 31″ N, 110° 37′ 44″ W

Römerlager Kneblinghausen

Als Römerlager Kneblinghausen wird eine Befestigungsanlage rund ein Kilometer südlich des Ortsteils Kneblinghausen der nordrhein-westfälischen Stadt Rüthen (Kreis Soest) bezeichnet.
1901 wurde die Befestigungsanlage durch den Oberlehrer A. Hartmann aus Rüthen entdeckt. Unter seiner Leitung fand 1901 bis 1907 die erste Ausgrabung statt. 1926 nahm Prof. Stieren die Untersuchungen wieder auf. Er ließ 1934 eine Grabung durchführen. Angestoßen durch Spethmann aus Essen fanden 1937 bis 1939 weitere Ausgrabungen an den Wällen und im Innenbereich statt.
Die Ausgrabungen brachten Gewissheit über die Ausdehnung der Anlage. Außerdem wurde deutlich, dass es zwei Bauphasen gegeben haben muss. Der erste Bau war etwa 450 × 245 m groß, die zweite Bauphase verkürzte den Bau im Osten um ungefähr 130 Meter. Die vergrabenen Tore waren sogenannte Clavicula-Tore, was unter anderem zur Vermutung führte, dass es sich bei der Wallanlage um eine römische Befestigung handeln könnte.
Die Ausgrabungen im Innenbereich erbrachten allerdings keine gesichert römischen Funde. Stattdessen tauchten Funde und Befunde auf, die eine germanische Siedlung um Christi Geburt wahrscheinlich machten. Es wurde vermutet, dass eine germanische Siedlung durch den Bau des Römerlagers zerstört worden sei.
Lange Zeit galten Clavicula-Tore als typisch für das späte erste nachchristliche Jahrhundert. Deshalb konnte man Kneblinghausen nicht in die bekannte Reihe augusteischer römischer Lager an der Lippe (Lippia) einreihen (Holsterhausen, Haltern, Olfen, Oberaden, Anreppen). Stattdessen brachte man die Anlage mit den Chattenfeldzügen unter Kaiser Domitian (in den 80er Jahren des 1. nachchristlichen Jahrhunderts) in Verbindung.
Im Ostlager von Haltern wurde bei Ausgrabungen im Jahr 2000 ein Clavicula-Tor ausgegraben. Aus diesem Grunde erscheint eine Deutung Kneblinghausens im Zusammenhang mit den römisch-germanischen Auseinandersetzungen um Christi Geburt (zum Beispiel die Varusschlacht) durchaus als vertretbar.
G. Mildenberger deutete – da es eben wenig eindeutige Hinweise auf römischen Ursprung gab – die Anlage als germanische Befestigung. Die Erbauer hätten die römische Befestigungstechnik angewandt, um einen ehemals ungesicherten Siedlungsplatz zu befestigen. Diese Sicht konnte sich nicht durchsetzen.
Einen ganz neuen Ansatz verwendet die Hypothese vom kaiserzeitlichen Abbau von Bleierz im nördlichen Sauerland durch römische Bergwerksbetreiber. Aufgrund epigraphischer Befunde wird unter anderem vermutet, dass es im Raum Brilon einen solchen römischen Bergbau gegeben hat. Peter Rothenhöfer nimmt an, dass „den im Lager Kneblinghausen stationierten Soldaten Aufgaben im Bereich der Sicherung und Überwachung eben dieses Bergbaubezirkes zugefallen sein“ könnten. Nach dem derzeitigen montanarchäologischen Kenntnisstand erscheint dies jedoch nicht wahrscheinlich.
Kneblinghausen ist nach dem heutigen Forschungsstand ein römisches Lager, möglicherweise aus dem zeitlichen Bereich der römisch-germanischen Auseinandersetzung um die Zeitenwende, möglicherweise auch im Zuge von wirtschaftlichen Betätigungen im Vorfeld von „Provinzialisierungsbemühungen“. Eine genaue Interpretation im Rahmen der schriftlichen Quellen zur römisch-germanischen Geschichte ist derzeit noch nicht möglich.
Marschlager Ermelo | Römerlager Holsterhausen | Aliso | Römerlager Haltern | Römerlager Olfen | Römerlager Beckinghausen | Römerlager Oberaden | Römerlager Kneblinghausen | Römerlager Anreppen | Römerlager Porta Westfalica | Römerlager Hedemünden | Römerlager Limburg | Römerlager Oberbrechen | Römerlager Lahnau-Dorlar | Römerlager Marktbreit | Römisches Marschlager bei Hachelbich | Römisches Marschlager von Wilkenburg
51.4908858.506228Koordinaten: 51° 29′ 27″ N, 8° 30′ 22″ O

Leixlip

Leixlip (ausgesprochen: [ˈliːkslɪp] oder [ˈliːslɪp]; irisch: Léim an Bhradáin, beides dt. „Lachssprung“) ist eine Stadt im Nordosten des County Kildare im Osten der Republik Irland. Leixlip liegt etwa 17 Kilometer westlich der irischen Hauptstadt Dublin. Der Name der Stadt geht auf das altwestnordische Lax Hlaup (Lachssprung) zurück.

Leixlip liegt am Zusammenfluss der Flüsse Liffey (Oberlauf) und des Rye Water. Die Stadt liegt an der Grenze der historischen Königreiche Brega und Leinster. 917 wurde vermutlich hier in der Schlacht von Confey (Cenn Fuait) der irische König von Leinster durch den wikingischen König Sihtric Cáech von Dublin besiegt. Die frühe Besiedelung rührte von den in Dublin eingefallenen Wikingern her. Bis hierher konnten die Langschiffe auf dem Liffey gerudert werden. 1172 wurde Leixlip Castle auf dem Felsen, an dem der Rye Water in den Liffey mündet, errichtet. Es wurde bis 1185 von König John genutzt. Zeitweise residierte hier der französische Botschafter (1920er Jahre).
Auf der Grenze zwischen Leixlip und Celbridge liegt The Wonderful Barn, ein korkenzieherförmiges Turmgebäude, dessen Zweck unklar ist (teilweise wird ein Taubenschlag, ein Folly oder ein Kornspeicher vermutet). Sicher ist jedoch, dass der Bau einen Teil der einheimischen Bevölkerung in Brot und Arbeit brachte, was in der damals herrschenden Großen Hungersnot eine willkommene Linderung darstellte.
1755 errichtete Arthur Guinness seine erste Brauerei, die allerdings 1759 nach Dublin abwanderte.
Ein besonderes Naturschauspiel war der sog. Salmon’s Leap (Lachssprung), ein fünf Meter hoher Wasserfall, nach dem die Stadt benannt wurde. Der Wasserfall wurde allerdings durch den Bau eines Wasserkraftwerks zerstört.
Die Stadt ist heute als Standort der Firmen Intel und Hewlett-Packard bekannt.
Leixlip ist an den Regionalverkehr des irischen Eisenbahnnetzes (Linie Dublin – Sligo) seit 1848 angeschlossen. Daneben existiert südlich der Stadt ein kleiner Flughafen (Flughafen Weston), der insbesondere den Geschäftsverkehr abwickelt.
Weiterhin ist Leixlip an das Streckennetz von Dublin Bus (Linien 66, 66a, 66b, 66n und 66X) und die Commuter-Zuglinie (S-Bahn-ähnliches Nahverkehrssystem der Iarnród Éireann) Dublin – Maynooth angeschlossen.
Die Autobahn M4 verläuft im Süden der Stadt, aus Südwesten von Maynooth her kommend (Ausfahrt 6), bis sie im Südosten (Ausfahrt 5) in die Nationalstraße N4 nahtlos übergeht.
53.363611111111-6.4863888888889Koordinaten: 53° 22′ N, 6° 29′ W

Hartmut Lange (Schauspieler)

Hartmut Lange (* 1956) ist ein deutscher Schauspieler.
Lange absolvierte von 1977 bis 1981 eine Schauspielausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum.
Er arbeitete im Laufe seiner Karriere schwerpunktmäßig als Theaterschauspieler. Er hatte mehrere Festengagements am Staatstheater Stuttgart (1981–1986), am Landestheater Tübingen (1987–1990), am Stadttheater Konstanz (1991–1992), an den Bühnen der Stadt Magdeburg (1994–1996) und am Stadttheater Lübeck (1997–2003). Seitdem arbeitete Lange als freier Schauspieler.
Zu seinen Hauptrollen auf der Theaterbühne gehörten unter anderem: Salieri in Amadeus, Demetrius in Ein Sommernachtstraum, Yvan in Kunst und der Colonel in Schocks von Sam Shepard.
Seit den 1990er Jahren übernahm er regelmäßig auch Fernsehrollen; häufig spielte er Episodenrollen in Krimiserien, unter anderem in Derrick, SOKO Wismar und Küstenwache.
In der Kieler Tatort-Folge Sternenkinder mit Axel Milberg spielte er 2006 die Rolle des Kriminalrats Bornek. In der Fernsehserie Die Anwälte verkörperte er 2008 in der Episode Selbstjustiz den in einen Rechtsstreit mit seinem Auftraggeber verwickelten Porträtmaler Jörn Esche.
In der Märchenverfilmung Die Bremer Stadtmusikanten war er 2009 als Räuberhauptmann zu sehen.

Museum Langmatt

Das Museum Langmatt ist ein Kunstmuseum in Baden im Kanton Aargau in der Schweiz. Es befindet sich in einer Fabrikantenvilla der Jahrhundertwende und ist bekannt für seine umfangreiche Sammlung von Gemälden des französischen Impressionismus.

Um 1900 gaben Sidney Brown und seine Frau Jenny, die aus der Winterthurer Fabrikantenfamilie Sulzer stammte, den Architekten Karl Moser und Robert Curjel den Auftrag für den Bau eines Wohnhauses in Baden. Sidney Brown arbeitete als technischer Leiter in der nahe gelegenen Firma Brown, Boveri & Cie., welche sein Bruder Charles zusammen mit Walter Boveri 1891 gegründet hatte. Die Eheleute hatten bereits im Jahr 1896 bei ihrer Hochzeitsreise nach Paris Eugène Boudins Bild Wäscherinnen erworben und zählen somit zu den ersten Sammlern in der Schweiz, die moderne französische Malerei sammelten.
In den nächsten Jahren lag ihr Sammlungsschwerpunkt zunächst auf Malern der Münchner Schule wie Ludwig von Herterich, Leo Putz und Franz von Stuck. Für diese, teils grossformatigen Bilder, wurde 1906 ein Galeriebau an das Haus angefügt. Durch die freundschaftliche Beziehung zu dem aus Winterthur stammenden und in Paris lebenden Maler Carl Montag wandelte sich das Interesse der Browns hin zu den modernen französischen Malern. Die Werke der deutschen Künstler wurden veräussert und der Aufbau der Impressionistensammlung begann. Darüber hinaus erwarben die Browns kostbare Möbel, Porzellan, Uhren, Silber und Bücher.
Das Haus wurde nicht als Museum geplant, sondern diente als privater Rückzugsraum. Nur wenige Besucher hatten die Möglichkeit, die Bildersammlung zu sehen. Nachdem im April 1938 bei einer Ausstellung in Paris ein von den Browns ausgeliehenes Gemälde von Daumier gestohlen wurde, verliehen sie nur noch selten Bilder, sodass viele Werke über Jahrzehnte einer breiten Öffentlichkeit verborgen blieben. Nach dem Tod ihres Sohnes John A. Brown 1987 wurde die Villa und ihre Sammlungen in eine Stiftung eingebracht und ist seit 1990 als Museum geöffnet.
Ab 1908 begann das Ehepaar Brown regelmässig in Paris Bilder der französischen Impressionisten zu erwerben. In wenigen Jahren trugen sie Werkgruppen von Eugène Boudin, Camille Corot, Edgar Degas, Paul Cézanne und Camille Pissarro zusammen. Allein von Pierre-Auguste Renoir konnte das Sammlerpaar 22 Gemälde erwerben. Hinzu kamen Werke von Pierre Bonnard, Mary Cassatt, Gustave Courbet, Henri Fantin-Latour, Paul Gauguin, Claude Monet, Odilon Redon, Alfred Sisley und Vincent van Gogh. Ab 1919 gelangten zudem einzelne Werke von Fragonard und Watteau in die Sammlung.
Die Langmatt ist neben einem Kunst- auch ein Wohnmuseum. Die Originaleinrichtung des Hauses ist weitgehend erhalten, sodass im Museum Langmatt ein Beispiel bürgerlicher Wohnkultur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu besichtigen ist.
Mary Cassatt: L’Enfant bleu
Eugène Boudin: Laveuses au bord de la Touques
Paul Cézanne: Blick auf L’Estaque
Camille Corot: Ariccia, Palazzo Chigi
Gustave Courbet: Sitzender Hund auf Kissen
Edgar Degas: Weiblicher liegender Akt auf Teppich
Paul Gauguin: Stillleben mit Fruchtschale und Zitronen
Claude Monet: La Débâcle de la Seine
47.4811111111118.3077777777778Koordinaten: 47° 28′ 52″ N, 8° 18′ 28″ O; CH1903: 665511 / 259290

Desert of Maine

Die Desert of Maine (de.: Wüste von Maine) ist eine Binnendünenlandschaft im US-Bundesstaat Maine. Sie liegt etwa vier Kilometer westlich des Stadtzentrums von Freeport (Cumberland County) in einem Kiefernwald.
Im Jahr 1797 (oder 1783) zog William Tuttle mit seiner Familie auf das damals knapp 121 Hektar umfassende Farmgelände. Dort baute man zunächst sehr erfolgreich Kartoffeln an, erntete Heu und hielt Rinder. Nachfolgende Generationen besaßen zudem Schafe, um deren Wolle an Webereien zu verkaufen. Fehler bei der Fruchtfolge führten im Zusammenspiel mit massiver Entwaldung und Überweidung nach einigen Jahrzehnten jedoch zu zunehmender Bodenerosion, die Sandvorkommen freilegte. Es handelt sich um Sand und Schluff, die dort seit dem Ende der bislang letzten Vergletscherungsphase des pleistozänen Eiszeitalters vor etwa 10.000 Jahren liegen. Damals schliffen die Gletscher der Region größere Steine zunächst zu Kies und später zu noch feinkörnigeren Materialien, die bis zu 25 Meter tief lagern. Im Laufe der Zeit erweiterten sich diese vereinzelten kleinen Flecke, starker Nordwestwind formte Dünen und trieb den Sand immer weiter, bis schließlich eine zunächst irreversible Desertifikation einsetzte. Zunächst erwogen die Tuttles noch, den Sand zur Herstellung von Backsteinen zu nutzen und sich auf diese Weise ein neues Standbein aufzubauen, doch der hohe Glimmeranteil verhinderte die notwendige Stabilität der Steine. 1919 sah sich die Familie deshalb letztendlich gezwungen, die Farm endgültig aufzugeben.
Henry Goldrup († 1976), der angebliche Erfinder des Stoßstangenaufklebers, erwarb das Gelände für 300 US-Dollar und wandelte es bis 1925 in eine Touristenattraktion um. Mit der Zeit wurden die Farmgebäude vom Sand umweht. Das gleiche Schicksal ereilte auch ein 1935 errichtetes Pumpenhaus, das 1962 vollständig geschluckt wurde und 2006 unter einer 2,5 Meter starken Sanddecke lag. Nach Goldrups Tod konnte seine Ehefrau Elizabeth das Gelände nicht mehr selbst verwalten. Nachdem es zwei Jahre zum Verkauf gestanden hatte, erwarb es im Frühsommer 1982 der Kalifornier Ronald Dobson mit seiner Familie.
Die Desert of Maine ist mittlerweile ein über die Staatsgrenzen hinaus bekanntes Reise- und Ausflugsziel und verzeichnet jährlich knapp 30.000 Besucher. Um sie als Naturkuriosität mit bis zu 18 Meter hohen Dünen zu bewahren, wird unter anderem mit starken Auslichtungen versucht, ein Zuwachsen durch einstreuende Fauna zu unterbinden. Trotzdem hat die Wüste seit ihrer Offenlegung bereits einen Großteil ihrer ursprünglichen Ausdehnung eingebüßt und misst momentan nur noch etwa 16 Hektar.
43.85873-70.156546Koordinaten: 43° 51′ 31″ N, 70° 9′ 24″ W