Gleßbrunnen

Die Gleßbrunnen sind mehrere starke Karstquellen bei Nassenfels im Schuttermoos in Oberbayern.

Die Gleßbrunnen befinden sich nahe dem Ortsteil Wolkertshofen in der Nähe des Flusslaufes der Schutter. Die Quellteiche liegen nordöstlich der Unterhaidmühle in einem Feld und sind von Bäumen umgeben.
Der Name Gleßbrunnen (auch Kläß-, Klees-, Gleiß- oder Gläsbrunnen) stammt von der gleißenden, glasigen Wasseroberfläche, in der sich Bäume und Büsche spiegeln.
Die Karstquellen schütten durchschnittlich etwa 700 Liter Wasser pro Sekunde aus. In Dürrejahren kann der Wasserabfluss auf 200 Sekundenliter absinken. Der Haupttrichter hat eine Tiefe von 4,5 bis 6 Meter und einen Durchmesser von bis zu 15 Metern. Das Karstwasser hat eine typische blaue Farbe und ganzjährig 10 Grad. Der abfließende Bründelgraben fließt nach Norden vom nahen Schutterbett weg, knickt nach Osten ab und wendet sich schließlich nach 1,1 km doch Richtung Süden der Schutter zu. Die Gleßbrunnen wurden als Naturdenkmal ausgewiesen.
Früher sah man in den Gleßbrunnen etwas Bedrohliches. Die Herkunft des bläulich schimmernden Wassers aus der unheimlichen Tiefe konnten sich die Leute nicht erklären. Da niemand den Grund in der Mitte des Tümpels erkennen konnte, glaubte man sogar den Kirchturm darin versenken zu können.
Die Einheimischen hatten Angst, dass Irrlichter im Schuttermoos die nächtlichen Wanderer in die Gleßbrunnen führen würden. In gar nicht so fernen Zeiten wurde in Nassenfels am Abend noch die sogenannte Irrglocke geläutet, damit sich die Wanderer zu orientieren wussten.
Die Urdonau, die in der Zeit von 250.000 bis 130.000 v. Chr. durch das heutige Schuttertal floss, hat Riffe freigelegt, in denen heute das Karstwasser nach oben dringt. Bei Bohrungen an den Gleßbrunnen wurde festgestellt, dass der Riffkalk bis auf 5–6 Meter an die Oberfläche hoch kommt; während er sonst im Schuttertal 12–14 Meter tief ansteht.
Auf dem Quellwasser lebt eine seltene Art von Wasserläufern, die Wasserhexen als Relikte der Eiszeit. In dem moorigen Gelände um die Quellen wachsen zum Teil seltene Pflanzen. Auch Biber haben sich an den Ufern der Quellen angesiedelt.
48.79390311.254742Koordinaten: 48° 47′ 38″ N, 11° 15′ 17″ O

Petra Gabriel

Petra Gabriel (* 26. Juli 1954 in Stuttgart; eigentlich Petra Gabriel-Boldt) ist eine deutsche Schriftstellerin und Journalistin.

Petra Gabriel ist in Friedrichshafen am Bodensee aufgewachsen, verheiratet und hat zwei Kinder. Sie ist gelernte Hotelkauffrau und diplomierte Dolmetscherin. Danach absolvierte sie eine Ausbildung zur Redakteurin, von 1989 bis 2004 war sie stellvertretende Leiterin der Südkurier-Lokalredaktion Bad Säckingen. Derzeit lebt sie als freiberufliche Autorin in Laufenburg und Berlin.
Ihr erster Roman, Zeit des Lavendels, spielt zur Zeit der Reformation am Hochrhein, erschien 2001 und beschäftigt sich mit dem Schicksal der Fürstäbtissin Magdalena von Hausen. Auch in ihren anderen historischen Romanen schildert sie das Leben historisch belegter Persönlichkeiten, die im südbadischen Raum und der angrenzenden Schweiz wirkten wie Bernhard von Sachsen-Weimar (Die Gefangene des Kardinals), Rudolf von Rheinfelden (Waldos Lied), Martin Waldseemüller (Der Kartograph), Rudolf IV. Graf von Habsburg (Die Köchin und der König), des Minnesängers Steinmar oder ihres Großvaters Adolf Konrad Gabriel (Die Konkubine) als Soldat im deutschen „Schutzgebiet“ in Tsingtau, heute die Millionenstadt Qingdao im Osten Chinas.
Außerdem verfasst sie Kriminalromane. Ihre Kommissarin Iris Terheyde ermittelt von Laufenburg aus. Seit 2012 schreibt sie zusammen mit Horst Bosetzky alias -ky, und Jan Eik im Auftrag des Jaron Verlags an den Staffelkrimis um den Berliner Kommissar Kappe mit. Petra Gabriel ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller in Berlin, (VS) in ver.di, in der dju und im Syndikat.

Kinsach

Kinsachtal bei Wolferszell
Die Kinsach ist ein linker Nebenfluss der Donau im Landkreis Straubing-Bogen in Niederbayern.

Sie entspringt in der Nähe der Ortschaft Sattelbogen (Gem. Traitsching) und fließt in vornehmlich südlicher Richtung den Schönsteiner Bach aufnehmend durch Stallwang, Rattiszell, Ascha, Gschwendt und Wolferszell (Gem. Steinach). Ab dem Ortsteil Stockmühle der Gemeinde Parkstetten wurde die Kinsach durch Flussregulierungsmaßnahmen gezwungen ihr altes Bett zu verlassen und nach Osten in den künstlich geschaffenen so genannten Kinsach-Menach-Ableiter abzubiegen. Der ursprüngliche Unterlauf ab Stockmühle ist das Altwasser Alte Kinsach.
Der künstlich errichtete Gewässerverlauf verlegte die Mündung der Kinsach in die Donau etwa 4,4 Kilometer stromabwärts. Der Zufluss zur Donau erfolgt nun erst über die Alte Donau von Bogen und dann erst bei Flusskilometer 2309 in die Donau. Durch den Bau des Kinsach-Menach-Ableiters wurde nicht nur die Mündung der Kinsach verlegt, auch die Mündungen von zwei ehemaligen nördlichen Donauzuflüssen wurden weg vom Donauufer in den Kinsach-Menach-Ableiter verlegt. Der Ableiter nimmt im Stadtgebiet von Bogen, östlich von Muckenwinkling, den Dunkgraben auf und in Furth einen Zweig der ab hier verzweigten Menach. Der künstlich geschaffene Lauf der Kinsach mündet nun dort in den Bogener-Donau-Altarm, wo die ursprüngliche Mündung des früheren Hauptzweiges der Menach war, nur wenige Meter oberhalb der Mündung des Bogenbachs.
In Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern steht:“ Kinsachbach, Kiensach, Kiensabach, Mühlbach und Schwarzach, Bach im Ldg. Mitterfels, welcher bei Sattelbogen entsteht südlich fließt und östlich von Reibersdorf in die Donau fällt.“ Auch Kinsabach oder Kemsbach wird er in historischen Karten genannt. Namensbedeutung von Kinsach ist vermutlich „Fließgewässer des Königs“ als Kompositum und aus dem mittelhochdeutschen „Küngesach“ .
Nördlich von Gschwendt wurde eine etwa 600 Meter lange naturnahe Fließstrecke neu modelliert und das bisherige begradigte Gewässerbett ist nun Altwasser.
Die Kinsach ist unterhalb der Einmündung des Sockabachs in der Gemeinde Ascha bis zur Mündung in die Donau in der Stadt Bogen auf einer Länge von 19,7 Kilometern ein Gewässer zweiter Ordnung, im restlichen Oberlauf ein Gewässer dritter Ordnung.

Sauna

Eine Sauna (Plural Saunen/Saunas; finnisch sauna; auch Schwitzstube oder finnisches Bad genannt) ist ein auf eine hohe Temperatur erwärmter Raum oder eine Raumgruppe, worin ein Schwitzbad genommen wird. Eine Saunaanstalt ist häufig an ein öffentliches Schwimmbad oder ein Fitnessstudio angeschlossen und kann mit anderen Einrichtungen wie Dampfbädern oder einem Warmluftbad kombiniert sein.

Der Saunaraum, der innen meistens aus Holz besteht, wird mit einem Saunaofen auf eine Temperatur zwischen 80 °C und 100 °C, seltener auch bis zu 130 °C erhitzt. Statt Holz- und Ölöfen werden heutzutage meist elektrische Öfen verbaut, weil diese einfach und problemlos im Betrieb sind.
Die Sitzbänke sind in zwei bis drei Stufen in einer Höhe von 0,5 bis 1,5 m angeordnet, wobei die Temperatur nach oben hin deutlich zunimmt. Wichtig in einer Sauna ist die Luftzirkulation, es wird also kontinuierlich Frischluft zugeführt, die vom Ofen sofort aufgeheizt wird, so dass die Temperatur im Raum konstant bleibt. Der ursprüngliche Sinn der Sauna war der einer gründlichen Reinigung des Körpers, so heißt es in Finnland: „Die Frauen sind am schönsten nach der Sauna“. Saunieren wirkt sich aber auch positiv auf das vegetative Nervensystem und das allgemeine Wohlbefinden aus und hat einen stärkenden Effekt auf das Immunsystem, dient damit also insbesondere auch der Abhärtung gegen Erkältungskrankheiten. Auch das Hautbild kann sich durch Saunagänge verbessern.
Um die Luftfeuchtigkeit und damit die gefühlte Temperatur in der Sauna zu erhöhen, wird Wasser auf die heißen Steine gegossen, die auf dem Saunaofen liegen: Das wird als Aufguss bezeichnet. Damit wird der löyly [gesprochen: löülü] erzeugt (löyly ist ein finnisches Wort, das den durch den Aufguss in der Sauna entstehenden Wasserdampf beschreibt). Die Zugabe von ätherischen Ölen in den Aufguss sowie das Verteilen des Dampfes durch Luftschläge mit einem Handtuch sind im deutschsprachigen Raum und in Russland weit verbreitet, in Finnland dagegen selten, teilweise auch verpönt.
Neben häufig verwendeten Saunen zum Einbau im Innenbereich und Saunahütten zum Aufbau im Freien gibt es auch seltener verwendete Schwitzzelte, Infrarotsaunen und Mobilsaunen.
Folgende Wärmequellen kommen für eine Sauna in Frage:
Der Besuch einer Sauna wird saunieren oder saunen genannt. Er dient der körperlichen Erbauung, der Gesundheit, der Körperreinigung und der Verbesserung des Wohlbefindens. Saunabaden bzw. der Saunabesuch kann auch ein gesellschaftliches Ereignis sein; man trifft sich in der Sauna. Damit kann das heutige Saunabaden zum allgemeinen Wohlfühlen beitragen.
Bezüglich Geschlechtertrennung und Bekleidung in der Sauna existieren erhebliche nationale Unterschiede (siehe Sauna in anderen Ländern). Im deutschsprachigen Raum und in Skandinavien einschließlich Finnland werden Saunen in der Regel nackt betreten; Ausnahme sind die sogenannten Textilsaunen. In vielen anderen Ländern, vor allem im romanischen Sprachraum, ist nackt saunieren unüblich oder sogar verboten.
In den meisten Ländern herrscht Geschlechtertrennung, insbesondere dort, wo nackt sauniert wird. Im deutschsprachigen Raum ist dagegen die Mehrheit der öffentlichen Saunen gemischtgeschlechtlich, teilweise existieren für Frauen, seltener für Männer, separate Zonen oder Tage.
In Fällen, in welchen die Betreiber der Sauna Menschen aus sexueller Motivation gezielt als Kundschaft haben wollen, spricht man von einer Kontaktsauna oder auch einem Saunaclub. In den meisten Saunen ist jedoch allzu offenes sexuelles Verhalten sowohl von den Betreibern als auch von der Mehrheit der Saunagäste unerwünscht und kann zu einem Hausverbot führen.
In den skandinavischen Ländern, wie auch im russischen Raum – dort Banja genannt – hat die Sauna eine enorme Bedeutung bei der Pflege sozialer Kontakte. Unter Geschäftsleuten ist es üblich, sich in der Sauna zu treffen und dort geschäftliche Entscheidungen zu fällen. Über Gesamtskandinavien betrachtet, nimmt diese Bedeutung der Sauna jedoch nach Südwesten hin stark ab und hat insbesondere im südlichen Norwegen keinen höheren Stellenwert mehr als beispielsweise in Deutschland.
Sowohl in der Sauna als auch in der russischen Banja beliebt ist die Mitnahme von Büscheln, meistens aus Birkenzweigen (finn.: Vihta bzw. Vasta, russ.: Wenik), mit denen der gesamte Körper „abgeschlagen“ wird, um die Blutzirkulation anzuregen. Diese Zweige sind, im Gegensatz zu Birkenruten, nicht entblättert und erzeugen somit keinen Schmerz. Im Sommer werden oft frische Zweige verwendet, im Winter dagegen entweder Zweige, die im Frühsommer getrocknet wurden oder tiefgefrorene Büschel, die es in finnischen Supermärkten zu kaufen gibt. Getrocknete Zweige werden vor dem Gebrauch in heißem Wasser eingeweicht. Das daraus entstandene Wasser eignet sich als aromatisierter Aufguss.
Das Saunieren soll vor allem der Abhärtung gegen Erkältungskrankheiten dienen und kann auch bei einigen Erkrankungen als therapeutische Anwendung genutzt werden, beispielsweise bei Störungen des vegetativen Nervensystems. Auch bei Arthrose oder chronischen Rückenschmerzen können Symptomlinderungen auftreten.
Die Erhöhung der Körpertemperatur auf bis zu 39 °C während der Schwitzphase (künstliches Fieber) bewirkt innerhalb des Körpers dasselbe, was auch ein echtes Fieber bewirkt, nämlich eine erhöhte Aktivität von Immunzellen wie neutrophilen Granulozyten, Makrophagen und Lymphozyten, die für die Infektabwehr wichtig sind.
Die Abfolge von Hitze mit dem anschließenden Kaltbad entspannt die Muskulatur und hat neben einigen physiologischen Effekten wie einer kurzfristigen starken Steigerung des Blutdrucks, Anregung des Kreislaufs, des Stoffwechsels, des Immunsystems und der Atmung vor allem auch eine wohltuende Auswirkung auf das subjektive Wohlbefinden.
Saunabaden dient auch der Hautpflege und verlangsamt die Hautalterung; unmittelbar nach dem Betreten des Saunaraumes reagiert die Haut, die Blutgefäße weiten sich, die Durchblutung nimmt zu und die Oberflächentemperatur steigt nach etwa 15-minütigem Aufenthalt auf 40–42 °C an; in der Abkühlphase verengen sich die Blutgefäße dann wieder durch Kaltwasseranwendungen (Gefäßtraining).
Das Schwitzen sowie die wiederholten Wasseranwendungen bewirken außerdem eine sehr gründliche, aber schonende Körperreinigung; die oberste Hornschicht der Haut quillt auf, verhornte Hautzellen lockern sich und können leicht abgespült werden. Bei sehr trockener Haut wird die Struktur durch Aktivierung der Schweißdrüsen und Wassereinlagerungen in die Hornschicht verbessert.
Menschen mit Entzündungen, mit akuten Infektionskrankheiten, mit Herz-Kreislauf-Krankheiten, mit Venenthrombosen oder Krampfaderleiden wird im Allgemeinen vom Besuch einer Sauna, eines Hammāms, einer Banja oder eines Dampfbades abgeraten. Gegebenenfalls sollten ältere Menschen ihren Hausarzt befragen.
Saunieren während der Schwangerschaft ist weiterhin möglich.
Bei Sportlern sind die oben beschriebenen Auswirkungen ausgeprägter als bei Nicht-Sportlern. Die Frage bleibt allerdings offen, ob das an der Erhöhung der Körpertemperatur, am Abkühlen danach oder an dieser Form des Wechselbades liegt.

(auch Nebelbad) ist eine Variante der Sauna mit niedrigerer Temperatur und höherer Luftfeuchtigkeit.
Dampfbäder wiederum gibt es in verschiedenen Formen:
Im feuchten Warmluftbad, auch Biosauna genannt, herrschen niedrigere Temperaturen als in der klassischen (finnischen) Sauna, in der Regel etwa 45–60 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 40–55 Prozent. Sie gilt als kreislaufschonender und wird häufig kombiniert mit Zugabe von ätherischen Ölen oder spezieller Beleuchtung (Lichttherapie). Die Verweildauer ist höher als in der normalen Sauna, ca. 15–30 Minuten, ansonsten ist der Ablauf der gleiche.
Der Begriff Textilsauna bezieht sich auf die Kleiderordnung in der Sauna und sagt zunächst nichts über die Art der Sauna selbst aus. In Textilsaunen wird Badekleidung getragen. Textilsaunen sind bevorzugt in Schwimmbädern anzutreffen, oft handelt es sich um Dampfsaunen. Textilsaunen haben den Vorteil, dass sie sich ohne zusätzliche Umkleideräume leicht in den normalen Badebetrieb integrieren lassen. In den USA und Asien ist die Textilsauna die übliche Art der Sauna. In Südeuropa und Frankreich sind Nacktsaunen nur geschlechtergetrennt üblich.
Das Thema Textilsauna oder Nacktsauna wird in Deutschland unter Saunagängern oft kontrovers und emotional diskutiert, auch weil fundierte wissenschaftliche und medizinische Untersuchungen fehlen.
Hauptargumente von Nacktsauna-Befürwortern:
Hauptargumente von Textilsauna-Befürwortern:
Die Verhaltensweisen in einer Sauna können sich von Land zu Land stark unterscheiden. Auch die Frage, ob das Saunieren in einer öffentlichen oder in einer privaten Sauna stattfindet, spielt eine Rolle. Während beispielsweise die Körperreinigung in einer finnischen Privatsauna im Saunaraum selbst erfolgen kann, wird dieser Vorgang in einer öffentlichen Sauna aus hygienischen Gründen unter die Dusche verlegt.
Der Besuch eines Saunabades beginnt mit dem Duschen und gründlichen Abtrocknen; vor dem ersten Saunagang sollte die Hautoberfläche wieder trocken sein, da sonst das Schwitzen verzögert wird.
In der Aufguss-Sauna herrscht eine relativ niedrige Luftfeuchtigkeit: bei 100 °C an der Decke 2–5 Prozent relative Feuchte. Dem Aufgusswasser werden häufig ätherische Öle beigefügt. Im deutschsprachigen Raum wird der Wasserdampf oft mit einem so genannten Wacheltuch verteilt. In Finnland ist dieser Brauch unbekannt und man erreicht dort so eher eine Schichtung der Luft, so dass die Luft auf den unteren Bänken für Kinder und Untrainierte besser geeignet ist.
Größere Saunaanstalten bieten neben der Aufguss-Sauna noch eine Trockensauna (auch Sahara-Sauna genannt) mit höherer Temperatur, geringerer Luftfeuchtigkeit und ohne Aufguss.
Die Saunierenden sitzen bzw. liegen in der Saunakabine weitgehend oder vollständig unbekleidet. Um Verunreinigungen zu verhindern, legt man ein Handtuch unter den Körper, das den Schweiß auffängt. Im Heimatland der Sauna, Finnland, werden auch oft Leinentücher, Einmalunterlagen oder oft gar keine Unterlagen verwendet, da halbwarme feuchte Handtücher oft als unhygienisch empfunden werden. Zum Schutz des Kopfes vor Überhitzung werden vereinzelt Hüte, meist aus Filz, getragen (auch Saunahut genannt).
Auf den insgesamt 8- bis 15-Minuten-Aufenthalt in der Saunakabine folgt zunächst eine kurze Abkühlphase an der frischen Luft, bei der die Lunge besonders gut Sauerstoff aufnehmen kann und die Atemwege rascher wieder abkühlen; dieses Luftbad sollte vor dem Kaltduschen genommen werden.
Es folgt ein kaltes Abduschen des Schweißes, ein kaltes Bad kann dem Schwallguss folgen oder ein Guss mit kaltem Wasser (Kaltduschen): Entweder in einer (Schwall-)Dusche, einem Tauchbecken (Kneipp-Becken), einem Fluss, See oder – falls vorhanden – durch Wälzen im Schnee oder Abreiben mit gestoßenem Eis.
Anschließend sucht man zur Erholung einen Ruheraum oder Tepidarium auf; dabei kann ein individuell unterschiedlich starkes Nachschwitzen einsetzen. Medizinisch sinnvoll sind in der Abkühlphase warme Fußbäder, auch um dem Nachschwitzen entgegenzuwirken.
In der Regel wiederholt man die gesamte Prozedur mit mindestens viertelstündigen Pausen zwei- bis dreimal; mehr als drei Saunagänge bewirken in der Regel keinen höheren Nutzen, können jedoch stark ermüden. In öffentlichen Saunabädern werden in regelmäßigen Abständen Aufgüsse durchgeführt.
Eine empfehlenswerte Einteilung des Saunabesuchs liegt bei
Diese Angaben können jedoch nur als erste Orientierung dienen, jeder Saunabesucher muss seinen eigenen Rhythmus finden. Jeder Tag ist ein anderer, oberste Richtlinie ist die eigene Empfindung. Unerfahrene Saunagänger sollten sich an einen Betrieb mit einem Saunameister wenden.
Die Sauna ist ein elementarer Bestandteil der finnischen Kultur. Die in fast jedem Haus (auch Miets- und Ferienhäusern) vorhandene Privatsauna dient der Entspannung und Körperreinigung. In der traditionellen Form ersetzt die Sauna das Badezimmer, d. h. die komplette Körperreinigung findet dort statt, in modernen Wohnhäusern werden teilweise Badezimmer und Sauna zusammengelegt. Wenn in früherer Zeit ein neues Haus angelegt wurde, wurde zuerst das Saunagebäude errichtet. Die Sauna war der einzige Raum, in dem es heißes Wasser gab, außerdem der sauberste und sterilste, weshalb dort auch die Kinder geboren wurden. Babys werden schon frühzeitig mit in die Sauna genommen, was in Maßen medizinisch unbedenklich ist.
In freistehenden Wohnhäusern ist die Sauna manchmal im Keller untergebracht, in älteren Häusern in einem gesonderten Gebäude, das meist auch einen Ruheraum, einen Schuppen und evtl. eine Außentoilette beinhaltet. In Mehrfamilienhäusern gibt es häufig eine Gemeinschaftssauna, die sich die Mieter nach einem Saunaplan teilen. In den 1990er Jahren ist man zunehmend dazu übergegangen, auch in kleinen Wohnungen eine kleine Sauna ins Bad mit einzubauen. In Mehrfamilienhäusern wird die Sauna in der Regel elektrisch beheizt. Allerdings schwören die Finnen weiterhin auf eine traditionelle Beheizung mit Holz.
Eine traditionelle Form der finnischen Sauna ist die Rauchsauna (finn. savusauna). Hier wird ein großer Steinhaufen über mehrere Stunden, zumeist den ganzen Tag lang mit großen Holzscheiten aufgeheizt, wobei sich der Rauch im Saunaraum selbst ausbreitet. Die unterste und oberste Steinschicht besteht aus dünnen, flachen Steinen um die Holzscheite zu tragen. Alternativ wurden früher auch alte Ölfässer oder Eisenstangen verwendet. Wenn das Feuer erloschen ist, wird die Asche weggeräumt, der Rauch zieht durch eine Öffnung in der Decke oder verschließbaren Abzugsrohren ab, manchmal wird der Ruß von den Sitzbänken abgewischt. Nun erfolgt ein starker erster Aufguss, durch den der restliche Rauch aus der Sauna „getrieben“ wird. Jetzt kann die Sauna für mehrere Stunden benutzt werden. Der Steinhaufen heizt dabei den Saunaraum weiter auf und dient gleichzeitig als kiuas (Steinhaufen für den Aufguss). Der Aufgussdampf breitet sich durch das große Steinvolumen sehr „weich“ in den Raum aus.
In Finnland gibt es keine festen Zeitdauern für die Länge eines Saunaganges oder der Pausen. Es reicht vom schnellen fünfminütigen Saunagang zwischendurch bis zum regelrechten stundenlangen Saunamarathon. Zudem sind die Saunagänge und die Pausen abhängig von der Temperatur in und außerhalb der Sauna sowie vom sozialen Geschehen um die Sauna herum. Prinzipiell unbekannt ist in der finnischen Sauna ein Bademeister, in öffentlichen Saunen höchstens zum An- und Ausschalten oder zum Brennholz nachlegen. Denn das richtige Maß für einen Aufguss kennt nur der Saunierende. Den Aufguss macht in der Regel derjenige, der neben dem Aufgusseimer sitzt, oft auf der obersten Bank, wo die Temperatur am besten eingeschätzt werden kann. In aller Regel wird das ungeschriebene Gesetz „sillä puheet kenellä kuuppa“ befolgt, was frei übersetzt so viel heißt wie „wer die Kelle hat, hat das Wort“. Alle paar Minuten wird Wasser aufgegossen, so dass ausreichend Dampf und Hitze entsteht, was das Wedeln mit dem Handtuch überflüssig macht. Im Übrigen gilt es in Finnland als höflich, wenn ein frisch in den Saunaraum Eintretender eine Kelle Wasser über die Steine wirft, um den durch das Öffnen der Türe entstandenen Wärmeverlust dem Empfinden nach auszugleichen. In der Öffentlichkeit und bei größeren Familien praktizieren die Finnen in der Regel Geschlechtertrennung. Bei größeren Familienfesten kann es durchaus vorkommen, dass zwischendurch einmal oder auch mehrmals täglich sauniert wird. Traditionell ist auch die Weihnachtssauna am Heiligen Abend, in der man sich für die folgenden Feierlichkeiten reinigt.
Das Zugeben von Duftölen zum Aufgusswasser ist regional unterschiedlich stark verbreitet, mancherorts eher verpönt und nicht in die finnische Sauna gehörend. Verbreiteter ist eher das Hinzufügen von Duftölen direkt in die Schöpfkelle für einen Wasserwurf sowie das Mitnehmen von Birkenzweigen und Bier in die Sauna. Ein beliebter Duft ist der von Teer, so dass es nach dem Aufguss nach dem Inneren eines alten Segelschoners riecht. Das leichte ‚Peitschen‘ der Haut mit Birkenzweigen hat einen massageähnlichen anregenden Effekt, zudem wird dadurch ein angenehmer Birkenduft verbreitet. Die Birkenblätter geben beim Peitschen eine Substanz ab, die eine leichte seifenartige Wirkung ausübt. In Westfinnland heißen die Birkenbüschel vihta und in Ostfinnland vasta, wobei die jeweilige Bevölkerungsgruppe scherzhaft-verbissen die Überzeugung pflegt, dass allein „ihre“ Bezeichnung die einzig korrekte ist. Die Büschel werden nach Mittsommer gesammelt (zu junge Zweige sind klebrig) und trocken gelagert oder es werden frische tiefgefrorene Büschel aus dem Supermarkt verwendet. Manchmal werden sie auch getrocknet und für die Anwendung in der Sauna in heißem Wasser gebrauchsfertig gemacht. In Estland werden für den gleichen Zweck oft Wacholderzweige verwendet, die Nadeln prickeln und können als leicht schmerzhaft empfunden werden.
Nach jedem Saunagang erfolgt das Abkühlen an der frischen Luft oder unter der Dusche. Wenn möglich, wird auch gerne ein Bad im See genommen oder sich im Schnee gewälzt. Die Abkühlphase dauert so lange, bis man sich für den nächsten Saunagang bereit fühlt. Trinken zwischen den Saunagängen ist üblich. Bier, Saft oder Limonade werden bevorzugt.
Nach dem letzten Saunagang erfolgt die Körperreinigung, entweder in der Sauna selbst oder einer danebenliegenden Dusche. Die Dauer eines kompletten Saunabesuches ist sehr individuell und liegt oftmals zwischen ein und drei Stunden.
Große Bedeutung hat in Russland die dortige Variante der Sauna, die Banja. Auch dort ist es bei Geschäftsleuten und Politikern beliebt, sich hier zu beraten und Entscheidungen zu treffen. So trifft man außerhalb Russlands auch häufig Russen in den öffentlichen Saunaanlagen an, wo sie untereinander Kontakte in der Diaspora pflegen. Dabei gilt, dass auch die Russen im Allgemeinen, von solchen geschäftlichen oder freundschaftlichen Saunabesuchen abgesehen, das getrennte Saunieren bevorzugen.
In vielen Ländern außerhalb Skandinaviens und des deutschsprachigen Raums ist textilfreies Saunieren insbesondere in gemischten Saunen nicht gestattet, was häufig Verwirrungen beim Besuch einer Sauna im Ausland verursacht. Saunen mit zwingend textilfreiem Besuch finden sich in Finnland, Estland, Lettland, Russland, Schweden und Norwegen (beide meist geschlechtergetrennt), Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Deutschland, Österreich, der deutschsprachigen Schweiz, dem nordöstlichen Italien (Friaul und Südtirol), Slowenien und Kroatien.
Im Vereinigten Königreich, Frankreich und den südeuropäischen Ländern wird beim Saunagang oft Badekleidung getragen. Gemischte Saunen sind selten, in den üblichen getrenntgeschlechtlichen Einrichtungen wird zunehmend textilfreies Saunieren toleriert.
In Spanien sind Saunen noch wenig verbreitet. Es wird strikte Geschlechtertrennung praktiziert, man betritt die Sauna nicht nackt, sondern in Badebekleidung. Die Temperatur in der Sauna ist viel niedriger als in Mittel- und Nordeuropa üblich.
In Brasilien ist das Tragen von Badebekleidung in der Sauna verpflichtend. In Afrika sind Saunen oft weit weniger heiß als in Europa. In Zentralamerika gibt es im südlichen Mexiko und Guatemala eine indigene Form der Sauna, die Temazcal sind jedoch für Einzelpersonen gedacht.
In den Vereinigten Staaten unterscheiden sich die Umgangsformen stark zwischen den einzelnen Bundesstaaten, so gibt es im nördlichen Michigan, Minnesota, Wisconsin und Iowa eine große finnischstämmige Bevölkerung, die die Saunakultur pflegt. In anderen Bundesstaaten hat die Sauna keine Tradition, und wird im Wesentlichen als Zusatzangebot von Fitnessclubs und Wellnesseinrichtungen genutzt. Da sie hier im Regelfall an die Umkleideräume gekoppelt sind, sind sie so nach Geschlechtern getrennt, und es gibt im Allgemeinen keine Regeln zu Textilgebrauch, Handtuchnutzung oder Umgangsformen. Bei den selteneren gemischten Saunen ist allerdings Schwimmkleidung verpflichtend. Aus Gründen der verschärften Haftung in den Vereinigten Staaten sind die meisten Saunen in der Temperatur begrenzt und erlauben keinen Aufguss.
In Australien gibt es Saunas und/oder Dampfbäder zum Beispiel in öffentlichen Schwimmbädern, Hotels und Motels. Diese werden in Badebekleidung benutzt, Aufgüsse sind eher unüblich.
In Korea hat sich eine eigenständige öffentliche Badekultur entwickelt, die konglish 사우나 das westliche Wort „Sauna“ transkribiert hat und in der Verwendung auf Heißdampfbäder hinweist. Ebenso wie in Japan (Sentō) ist der Besuch textilfrei, gemischte Badehäuser sind praktisch nicht existent.
In öffentlichen Saunen sollten einige Dinge beachtet werden:
Der Aufguss ist das Begießen der heißen Steine des Ofens mit kaltem oder heißem Wasser in der Sauna.
Das Wasser verdampft auf den bis zu 500 °C heißen Steinen zu Wasserdampf und erhöht so kurzzeitig die Luftfeuchtigkeit in der Sauna. Ein Platzen der Steine wird durch Verwendung von Lavagestein verhindert, auch erhitztes Wasser trägt dazu bei. Der Dampfstoß, auch „Gluthauch“ oder nach dem finnischen Wort Löyly genannt, steigt durch die Hitze zunächst nach oben an die Decke des Saunaraums. Durch Verwirbeln der Luft mit einem Handtuch kann er gleichmäßig im Saunaraum verteilt werden. Das Anwedeln bewirkt zudem, dass sich die auf der Oberfläche der Haut befindende Luftschicht, die als Isolierung dient, mit warmer Luft verwirbelt und sich dadurch der Körper weiter erhitzt. Der Aufguss verstärkt so das Hitzeerleben der Sauna.
Es kursiert das Argument, dass sich der Wasserdampf beim Verwedeln auf der Haut niederschlägt. Bei den meisten Saunen ist dieser Effekt nicht zu erkennen. Im Dampfbad herrscht dann jedoch 100 % Luftfeuchte, die sich wie ein Nebel auf die Haut legt. Während Schwitzen normalerweise aufgrund der dann möglichen Verdunstung den Körper kühlt, verhindert die aufgussbedingte hohe Luftfeuchtigkeit diese Verdunstung, weshalb durch das Schwitzen auch kein Kühlungseffekt mehr eintreten kann. Deswegen sollten Menschen mit Herzschäden – oder auch nur mit einem schlechten Tag oder nach einer durchzechten Nacht – Aufgüsse meiden. Es gibt von medizinischer Seite unterschiedliche Ansichten über die mit dem Aufguss (in der derzeit praktizierten Form) verbundenen gesundheitlichen Aspekte und etwaigen Risiken.
In einer sehr heißen Sauna kann der Löyly auf den oberen Bänken an der Grenze des ertragbaren Schmerzes sein. Empfindlichen und ungeübten Saunabesuchern wird daher empfohlen, sich während des Aufgusses auf eine der unteren Bänke zu setzen, wo die Luft weniger heiß ist.
Allgemein wird der Aufguss meistens als der Höhepunkt des Saunabadens angesehen. Da ihm eine „zentrale“ Rolle beim Saunabad zukommt, hat er sich zu einer mehr oder weniger ausgefeilten Zeremonie entwickelt. Die Aufgusszeremonie wird in unterschiedlichen Ländern jedoch sehr unterschiedlich zelebriert. Im Folgenden wird die heute (2009) im deutschsprachigen Raum vorherrschende Form des Aufgusses beschrieben.
Für den Aufguss wird ein hölzerner Aufgusskübel mit etwa fünf Litern frischem Wasser gefüllt und ein Aufgusskonzentrat nach Wahl zugegeben. „Klassische“ Düfte sind Nadelhölzer wie Fichte, Eukalyptus, Latschenkiefer, Zitrusdüfte, Menthol oder Minze. Die Düfte wirken entweder anregend oder beruhigend auf den Körper.
In öffentlichen Saunen wird der Aufguss meist von einem Saunameister durchgeführt. Es ist dort unüblich oder sogar verboten, dass Besucher selbst einen Aufguss machen. Die Aufgüsse laufen meist nach dem gleichen Schema ab, nur das Aroma wird variiert.
Zunächst wird meistens frische Luft in den Saunaraum gelassen, indem die Saunatür für kurze Zeit weit geöffnet wird. Anschließend nehmen die Saunabadenden in der Sauna Platz und schwitzen einige Minuten vor, bevor der Aufguss beginnt.
Nicht unüblich ist es, dass Eiswürfel zur Kühlung bestimmter Körperpartien oder gekühlte Fruchtstücke (z. B. Zitrone oder Apfel) gereicht werden.
Während der Aufgusszeremonie wird die Sauna nicht verlassen, da das Öffnen der Tür den Aufgusseffekt stören würde. Besuchern, denen es zu heiß wird, wird empfohlen, sich tiefer zu setzen. Bei echtem Bedarf oder gar gesundheitlichen Problemen (Kreislauf) darf der Saunaraum selbstverständlich verlassen werden. Des Weiteren ist es höflich und der Entspannung förderlich, in der Sauna generell und besonders während des Aufgusses zu schweigen.
Das Aufgusswasser wird mit einem hölzernen Saunalöffel (auch Löylykelle oder Aufgusskelle genannt) portionsweise auf die heißen Steine des Saunaofens gegeben, wo es verdampft. Nachdem etwa ein Drittel des Wassers aufgegossen ist, verwirbelt der Saunameister mit einem Handtuch (das in der Sauna-Fachsprache Wacheltuch genannt wird) den entstandenen Wasserdampf im Saunaraum. Dabei gibt es spezielle Handtuchtechniken: die gängigsten sind das rasche Herumwirbeln des längs gefalteten Handtuchs wie ein Propeller und das „Herunterschlagen“ des Gluthauchs von der Saunadecke auf die Saunagäste. Alternativ kann auch anstelle des Wacheltuchs ein großer Fächer verwendet werden, der die Luftverwirbelung mit wenig Kraftanstrengung ermöglicht.
Das Aufgießen und Wedeln wird meist drei Mal wiederholt. Nach der letzten Aufgussportion und Wedeln ist der Aufguss beendet. Für einen gut gemachten Aufguss gibt es am Ende meistens lobende Worte und/oder einen kleinen Applaus. Wenn möglich, wird nach dem letzten Wedeln noch eine oder zwei Minuten nachgeschwitzt, bevor die Saunabadenden den Saunaraum verlassen, um sich mit frischer Luft und Kaltwasseranwendungen wieder abzukühlen.
Bei privaten Saunen kann der Aufguss im Prinzip genauso, aber von einem der Saunabadenden durchgeführt werden. Da private Saunen meist etwas kleiner sind, ist hier weniger Aufgusswasser notwendig und das Handtuchwedeln kann bedingt durch den kleineren Raum nicht ganz so ausholend erfolgen. Werden bei kleinen Saunen nur wenige Schöpfkellen Aufguss benötigt, so kann das ätherische Öl auch tropfenweise einzeln auf den wassergefüllten Saunalöffel gegeben werden. Keinesfalls darf aber das Öl ohne Wasser auf die Steine gelangen, da es sonst Feuer fangen würde.
In Mitteleuropa ist es üblich, dem Aufgusswasser einige Tropfen ätherischer Öle, im Fachhandel Aufgusskonzentrate oder Saunadüfte genannt, zuzugeben. Nach dem Aufguss entfalten sich die Aromastoffe dann als wohlriechender Duft, zum Schwitzen kommt ein Dufterlebnis hinzu. Die Substanzen werden inhaliert aber auch durch die Haut aufgenommen. Die im Handel erhältliche Parfümöle riechen zwar ähnlich wie ätherische Öle, verdunsten zumeist nicht rückstandsfrei und sind für die Sauna ungeeignet. Angebotene „Duftöle“ können ätherische Öle enthalten oder nur Parfümöle sein. Da die meisten ätherischen Öle leicht entflammbare Substanzen (Terpene etc.) enthalten, dürfen sie nicht direkt auf heiße Saunasteine oder Ofenteile getropft werden. Ätherische Öle wirken hautreizend und nicht jedes ätherische Öl ist für eine Inhalation während des Saunagangs geeignet.
Das Aufgusswasser wird mit Eiswürfeln oder zerstoßenem Eis gemischt. Das Eis schmilzt und verdampft gleichmäßig, ohne teilweise ungenutzt durch die Steine hindurch zu rinnen. Dadurch wird ein stärkerer Effekt erzielt, der so nur durch gleichmäßiges Aufgießen über einen längeren Zeitraum zu erzielen wäre. Es können beliebige ätherische Öle verwendet werden. Denselben Effekt erhält man, indem man Schneebälle auf den Ofen gibt.
Daneben werden auch bei normalen Aufgüssen gerne Eiswürfel oder zerstoßenes Eis zum Einreiben und Lutschen verteilt, was zum Teil ebenfalls „Eis-Aufguss“ genannt wird.
Beim Erlebnis-Aufguss steht der Spaß im Vordergrund, weshalb auch während des Aufgusses geredet werden darf. Häufig werden Witze erzählt oder die Gäste und der Saunameister werfen sich gegenseitig herzlich gemeinte boshafte Kommentare zu. Der Erlebnisaufguss wird gerne auch mit Musik, Obst oder Getränken, Verkleidung des Saunameisters und einer kleinen Geschichte kombiniert.
Mit einer Gießkanne samt Gießbrause wird das Wasser besonders gleichmäßig über die Steine verteilt. Auf diese Weise wird die Oberfläche der Steine besser ausgenutzt, das gesamte Wasser verdampft stoßweise früher und steigert so das Hitzeempfinden.
Beim Honig-Aufguss reiben die Saunabadenden nach dem Vorschwitzen oder dem ersten Aufguss den ganzen Körper mit Honig ein. Der Honig wird durch die Wärme sehr flüssig, duftet gut und zieht in die Haut ein, wo er hautreinigend und pflegend wirkt. Als Aufgussöl sind beim Honig-Aufguss fruchtige Duftrichtungen beliebt.
Im Fachhandel gibt es mittlerweile auch spezielle Honigpasten zum Einreiben, die weitere Zusätze enthalten.
Hier wird der Körper nach dem Vorschwitzen oder dem ersten Aufguss mit Salz eingerieben. Dazu wird entweder grobkörniges Mineralsalz oder gewöhnliches Kochsalz verwendet (wobei der Kopf, der Genitalbereich und offene Wunden ausgespart werden sollten). Das Salz wirkt schweißtreibend und desinfizierend, außerdem wird die Haut durch das Abreiben gepeelt (Salzpeeling).
Als ätherisches Öl sind beim Salzaufguss Nadelhölzer beliebt.
Da beim Abreiben mit Salz immer einiges Salz zu Boden rieselt, wird die Salzanwendung häufiger in Dampfbädern und Hamams angeboten, wo der Schwitzraum wegen der hohen Luftfeuchtigkeit gefliest ist, oder die Saunagäste verlassen zum Abreiben mit Salz die Saunakabine und betreten sie danach wieder.
Bei einer anderen Variante des Salzaufgusses wird Salzwasser aufgegossen, wodurch die Luft mit Salz angereichert werden soll. Das soll sich ähnlich wie bei Seeluft beispielsweise bei Pollenallergikern und Asthmatikern positiv auswirken. Dabei wird jedoch nicht berücksichtigt, dass Salz aus einer Salzlösung nicht mitverdampft, sondern sich auf den Steinen des Saunaofens ablagert. Am Meer findet die Salzanreicherung der Luft durch Salzwasserverwirbelung in der Luft statt, insbesondere bei Wind und Wellengang, ein Effekt, der beim Saunaaufguss aber eher nicht eintritt.
Hier wird während des Aufgusses in kleine Stücke geschnittenes, in einigen Saunen sogar gefrorenes Obst an die Besucher verteilt. Die Früchte werden als willkommene und leckere Erfrischung gegessen und stärken die Badenden für den zweiten Teil des Aufgusses.
Hier wird in die Aufgusskelle eine kleine Menge Bier (ca. ein Schnapsglas voll) mit Wasser gemischt. Dieses Gemisch wird gleichmäßig über die Steine verteilt. Die Sauna wird sofort mit einem angenehmen Aroma nach frisch gebackenem Brot und geröstetem Getreide erfüllt. Das übrige Bier kann von den Besuchern zur Erfrischung während des Saunaganges getrunken werden. Alkohol in der Sauna sollte jedoch auf Grund der Auswirkungen auf den Kreislauf gemäßigt konsumiert werden.
In der finnischen Sauna und im russischen Banja sind ätherische Ölzusätze kaum üblich. Hier wird entweder nur mit Wasser aufgegossen oder mit dem Birkenwasser, in dem zuvor die Birkenbüschel (in Finnland Vihta oder Vasta, in Russland Wenik genannt), die zum Abschlagen der Haut („Quästen“) gebraucht werden, eingeweicht wurden. Es gibt hier auch in öffentlichen Saunen/Banjas selten Saunameister, sondern es ist üblich, dass die Saunabadenden den Aufguss selbst durchführen. Einen Saunabesuch ohne Aufguss gibt es hier kaum und meist wird auch sehr viel Aufgusswasser verwendet.
Während des Wenik-Aufgusses schlagen sich die Saunabadenden den Körper selbst oder gegenseitig mit den Weniks ab, was angenehm erfrischend wirkt und die Blutzirkulation anregt. Außerdem wird die an der Hautoberfläche stehende Luftschicht verwirbelt und dadurch die Schweißproduktion gesteigert.
In Mitteleuropa wird dem Aufgusswasser bei Wenik-Aufgüssen zum Teil Birkenaroma zugesetzt, um den Birkenduft noch zu verstärken.
Prinzipiell gibt es zwei unterschiedliche Arten von Sauna-Meisterschaften: Einerseits Meisterschaften im Saunieren, andererseits Meisterschaften für Sauna-Aufgüsse.
Zwischen 1999 und 2010 wurden im finnischen Heinola jährlich Sauna-Weltmeisterschaften ausgetragen. Nachdem 2010 ein russischer Finalteilnehmer in der Sauna zusammenbrach und starb, verzichteten die Veranstalter auf weitere Austragungen. In Deutschland wird seit 2005 jährlich eine „Offene Deutsche Meisterschaft“ ausgetragen.
Die Weltmeisterschaft für Sauna-Aufgüsse wird seit 2009 ausgetragen. Als Weltmeister gilt der Sieger im Wettbewerb für den „Erlebten Aufguss“. Neben den Weltmeisterschaften gibt es Landes-, Staats- und Europameisterschaften für Sauna-Aufgüsse. Die Weltmeisterschaft 2013 (Sauna World Cup 2013) gewann der Belgier Dirk van Offel. Er setzte sich gegen 35 Teilnehmer aus 23 Nationen durch.
Saunen kann man in Baumärkten, Versandhäusern, im Internet oder in Läden kaufen, die Bäder verkaufen und/oder installieren. Erforderlich ist meist ein Dreiphasenwechselstromanschluss, wie man ihn auch für einen Elektroherd braucht. Dieser wird vom Sicherungskasten zum Aufstellungsort der Sauna verlegt. Ein Saunaofen hat oft eine Leistung von 10 kW. Eine Sauna hat üblicherweise nach 20–30 Minuten Aufheizzeit etwa 70–80 °C.
Im Jahr 2000 gründeten der deutsche Bundesfachverband Schwimmbadtechnik e. V. (BFST) und der Bundesverband Schwimmbad-, Sauna- und Wassertechnik e. V. (BSSW) den Bundesverband Schwimmbad & Wellness e. V. (bsw). Daneben gibt es auch noch den Bundesfachverband Saunabau, Infrarot- und Dampfbad e. V.
Die zweijährlich in Köln stattfindende Messe „Aquanale“ präsentiert sich als europäische und internationale Leitmesse der Branche.
In Deutschland gibt es (Stand 2005) 2.400 öffentliche Saunas, wovon etwas mehr als 500 privat geführt sind. Laut dem deutschen Saunabund sind diese mit etwa 5.100 Saunaanlagen bei Hotels und Pensionen und etwa 3.800 Saunas bei Sportstätten und in Fitnessstudios zu ergänzen. Die Zahl der insgesamt für die deutsche Bevölkerung zur Verfügung stehenden öffentlichen Saunaanlagen kann also mit etwa 10.000 angegeben werden.

Madagascar 2

Madagascar 2 ist ein computeranimierter Trickfilm, der am 4. Dezember 2008 in den deutschen Kinos anlief. Die Produktion stammt, wie sein Vorgänger Madagascar, von DreamWorks Animation.

Der kleine Löwe Alekey lebt mit seinem Vater Zuma, dem Anführer des Rudels, in einem Reservat in Afrika. Eines Tages fordert Makunga, der selbst das Rudel anführen möchte, Zuma zu einem Kampf heraus. In der Zwischenzeit folgt Alekey einem als Falle ausgelegten Seil und wird an der Grenze des Reservates von Tierfängern gefangen genommen. Zuma versucht vergeblich, Alekey vom Truck der Tierfänger zu retten. Während des Seetransportes fällt die Kiste mit dem gefangenen Alekey unbemerkt ins Meer, bis er gefunden und gerettet wird. Im Central Park Zoo in New York wächst er unter seinem neuen Namen Alex zu einem stattlichen Löwen heran und wird zur Attraktion des Zoos.
Jahre später beschließen die vier New Yorker Zootiere Alex der Löwe, Marty das Zebra, Melman die Giraffe und Gloria das Nilpferd, die im Vorgängerfilm auf Madagaskar gestrandet waren, wieder nach New York in ihren Zoo zurückzukehren. Ihre Gastgeber, die Lemurenkolonie unter dem verrückten King Julien, und die aus dem Vorgängerfilm bekannte schlagkräftige Pinguin-Gang helfen ihnen, ein seit Jahrzehnten dort liegendes Flugzeugwrack wieder flottzumachen. Aus Treibstoffmangel muss die Gruppe nach kurzer Flugzeit in Afrika bruchlanden. Sie landen in einem Tierreservat, dessen einzige Wasserstelle Treffpunkt zahlreicher Arten ist.
Die folgenden Szenen illustrieren die individuellen Anpassungsprobleme der vier Protagonisten an die „alte Heimat“: Alex findet seine Eltern wieder, kann jedoch die Aufnahmeprüfung für das Rudel nicht bestehen, weil er denkt, es wäre ein Tanzwettbewerb (und kein Zweikampf), und muss deshalb aus dem Rudel verbannt werden. Da dies sein Vater nicht übers Herz bringen kann, gibt er die Führung des Rudels an den machthungrigen und eitlen Makunga ab. Marty lernt eine Herde von optisch identischen Artgenossen kennen und glaubt frustriert, seine Einzigartigkeit verloren zu haben. Da es sogar Alex unmöglich ist, ihn von den anderen zu unterscheiden, streiten sie sich und Marty wendet sich enttäuscht von Alex ab. Gloria lernt mit „Moto Moto“ einen attraktiven, aber eher unromantischen Nilpferdbullen kennen. Melman, der Gloria insgeheim verzehrend liebt, zieht sich darum zurück, entwickelt eine neue eingebildete Krankheit und wartet auf den Tod. Die Pinguine – als einzige völlig unbeeindruckt von Afrika – sammeln inzwischen Bodenschätze, stehlen Geländewagen von den Touristen und bauen aus den Fahrzeugteilen ein neues Flugzeug zusammen.
Die Situation am Wasserloch eskaliert, als die von ihren Fahrzeugen getrennten Touristen mithilfe eines aus Baumstämmen selbst errichteten Staudamms die Wasserzufuhr zum Reservat unterbrechen (dabei werden sie von der alten New Yorker Dame angeführt, die sich schon im ersten Film in der Grand Central Station mit dem Löwen Alex furchtlos angelegt hatte). Alex will sich auf den gefahrvollen Weg aus dem Reservat hinaus machen, um die Ursache für das Versiegen des Wasser zu finden. Nachdem er Marty unter Hunderten von Zebras wiedererkannt hat, ist auch die alte Freundschaft zwischen Löwe und Zebra wiederhergestellt und beide machen sich gemeinsam auf den Weg. King Julien empfiehlt inzwischen, einen Freiwilligen als Opfer in den Vulkan zu werfen, um dadurch den Wassergott freundlich zu stimmen und so das Wasser zurückzubekommen. Der liebeskranke Melman, der wegen seiner eingebildeten Krankheit sowieso glaubt, nicht mehr lange leben zu können, meldet sich daraufhin. Gerade noch rechtzeitig hatte er Gloria seine Liebe gestanden, die ihn dann auch in letzter Sekunde vor dem Fall in den Vulkan retten kann. Alex und Marty entdecken den Staudamm der Touristen. Nach zwischenzeitlicher Gefangennahme und anschließender Befreiungsaktion zerstören die Tiere den Staudamm mithilfe der Pinguine und ihres Flugzeuges. Alex und seinem Vater gelingt es auch durch einen Trick, Makunga wieder zu entmachten und ihre Ehre und Stellung im Rudel zurückzuerlangen.
Zum Schluss wollen alle vorerst in Afrika bleiben, bis auf Skipper, der seine geliebte Puppe heiratet und zusammen mit den anderen Pinguinen und den Schimpansen mit dem Flugzeug und einer Ladung Gold und Diamanten in die Flitterwochen nach Monte Carlo fliegt.
Der Film wurde vom Studio DreamWorks Animation unter der Regie von Eric Darnell und Tom McGrath produziert. Die Musik wurde komponiert von Hans Zimmer und gesungen von Will.i.am. Vertrieben wird der Film in den USA von Paramount Pictures. Die Kinopremiere in den Vereinigten Staaten war am 7. November 2008. Bereits am 30. Oktober kam der Film in die russischen und ukrainischen Kinos.
Am 3. Dezember hatte der Film Premiere in Frankreich und Belgien, seit dem 4. Dezember 2008 war er in Deutschland zu sehen.
Der Film wurde von der Berliner Synchron AG übersetzt und synchronisiert.
Am 19. Dezember 2008 erhielt der Film die Goldene Leinwand für über drei Millionen Kinozuschauer.
Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken und erreichte bei Rotten Tomatoes eine Bewertung von 64 %, basierend auf 150 Kritiken. Bei Metacritic konnte ein Metascore von 61, basierend auf 25 Kritiken, erzielt werden.
„Unterhaltsamer Familienfilm voller gewitzter Einfälle, dessen Umsetzung freilich einige Unstimmigkeiten aufweist. So schwächen sich Gags und „gefühlvoll“-dramatische Szenen mitunter gegenseitig ab, und die detailverliebte Animation verträgt sich nur wenig mit dem „Loony Tunes“-Stil der Actionsequenzen.“
Eine Fortsetzung mit dem Titel Madagascar 3: Flucht durch Europa wurde am 8. Juni 2012 veröffentlicht. Alex der Löwe, Marty das Zebra, Gloria das Nilpferd und Melman, die Giraffe versuchen immer noch nach Hause nach New York zu kommen. Dieses Mal geht ihre Reise zu einem Reisezirkus in Europa, den sie im Madagascar-Stil neuerfinden wollen.
Madagascar (2005) | Madagascar 2 (2008) | Madagascar 3: Flucht durch Europa (2012)
Die Madagascar-Pinguine in vorweihnachtlicher Mission (2005) | Fröhliches Madagascar (2009) | Die Pinguine aus Madagascar (2014)
Die Pinguine aus Madagascar (2008–2013) | King Julien (seit 2014)
Antz (1998) • Der Prinz von Ägypten (1998) • Der Weg nach El Dorado (2000) • Chicken Run – Hennen rennen (2000) • Shrek – Der tollkühne Held (2001) • Spirit – Der wilde Mustang (2002) • Sinbad – Der Herr der sieben Meere (2003) • Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück (2004) • Große Haie – Kleine Fische (2004) • Madagascar (2005) • Wallace & Gromit – Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen (2005) • Ab durch die Hecke (2006) • Flutsch und weg (2006) • Shrek der Dritte (2007) • Bee Movie – Das Honigkomplott (2007) • Kung Fu Panda (2008) • Madagascar 2 (2008) • Monsters vs. Aliens (2009) • Drachenzähmen leicht gemacht (2010) • Für immer Shrek (2010) • Megamind (2010) • Kung Fu Panda 2 (2011) • Der gestiefelte Kater (2011) • Madagascar 3: Flucht durch Europa (2012) • Die Hüter des Lichts (2012) • Die Croods (2013) • Turbo – Kleine Schnecke, großer Traum (2013) • Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman (2014) • Drachenzähmen leicht gemacht 2 (2014) • Die Pinguine aus Madagascar (2014) • Home – Ein smektakulärer Trip (2015) • Kung Fu Panda 3 (2016)

Madagascar 2

Madagascar 2 ist ein computeranimierter Trickfilm, der am 4. Dezember 2008 in den deutschen Kinos anlief. Die Produktion stammt, wie sein Vorgänger Madagascar, von DreamWorks Animation.

Der kleine Löwe Alekey lebt mit seinem Vater Zuma, dem Anführer des Rudels, in einem Reservat in Afrika. Eines Tages fordert Makunga, der selbst das Rudel anführen möchte, Zuma zu einem Kampf heraus. In der Zwischenzeit folgt Alekey einem als Falle ausgelegten Seil und wird an der Grenze des Reservates von Tierfängern gefangen genommen. Zuma versucht vergeblich, Alekey vom Truck der Tierfänger zu retten. Während des Seetransportes fällt die Kiste mit dem gefangenen Alekey unbemerkt ins Meer, bis er gefunden und gerettet wird. Im Central Park Zoo in New York wächst er unter seinem neuen Namen Alex zu einem stattlichen Löwen heran und wird zur Attraktion des Zoos.
Jahre später beschließen die vier New Yorker Zootiere Alex der Löwe, Marty das Zebra, Melman die Giraffe und Gloria das Nilpferd, die im Vorgängerfilm auf Madagaskar gestrandet waren, wieder nach New York in ihren Zoo zurückzukehren. Ihre Gastgeber, die Lemurenkolonie unter dem verrückten King Julien, und die aus dem Vorgängerfilm bekannte schlagkräftige Pinguin-Gang helfen ihnen, ein seit Jahrzehnten dort liegendes Flugzeugwrack wieder flottzumachen. Aus Treibstoffmangel muss die Gruppe nach kurzer Flugzeit in Afrika bruchlanden. Sie landen in einem Tierreservat, dessen einzige Wasserstelle Treffpunkt zahlreicher Arten ist.
Die folgenden Szenen illustrieren die individuellen Anpassungsprobleme der vier Protagonisten an die „alte Heimat“: Alex findet seine Eltern wieder, kann jedoch die Aufnahmeprüfung für das Rudel nicht bestehen, weil er denkt, es wäre ein Tanzwettbewerb (und kein Zweikampf), und muss deshalb aus dem Rudel verbannt werden. Da dies sein Vater nicht übers Herz bringen kann, gibt er die Führung des Rudels an den machthungrigen und eitlen Makunga ab. Marty lernt eine Herde von optisch identischen Artgenossen kennen und glaubt frustriert, seine Einzigartigkeit verloren zu haben. Da es sogar Alex unmöglich ist, ihn von den anderen zu unterscheiden, streiten sie sich und Marty wendet sich enttäuscht von Alex ab. Gloria lernt mit „Moto Moto“ einen attraktiven, aber eher unromantischen Nilpferdbullen kennen. Melman, der Gloria insgeheim verzehrend liebt, zieht sich darum zurück, entwickelt eine neue eingebildete Krankheit und wartet auf den Tod. Die Pinguine – als einzige völlig unbeeindruckt von Afrika – sammeln inzwischen Bodenschätze, stehlen Geländewagen von den Touristen und bauen aus den Fahrzeugteilen ein neues Flugzeug zusammen.
Die Situation am Wasserloch eskaliert, als die von ihren Fahrzeugen getrennten Touristen mithilfe eines aus Baumstämmen selbst errichteten Staudamms die Wasserzufuhr zum Reservat unterbrechen (dabei werden sie von der alten New Yorker Dame angeführt, die sich schon im ersten Film in der Grand Central Station mit dem Löwen Alex furchtlos angelegt hatte). Alex will sich auf den gefahrvollen Weg aus dem Reservat hinaus machen, um die Ursache für das Versiegen des Wasser zu finden. Nachdem er Marty unter Hunderten von Zebras wiedererkannt hat, ist auch die alte Freundschaft zwischen Löwe und Zebra wiederhergestellt und beide machen sich gemeinsam auf den Weg. King Julien empfiehlt inzwischen, einen Freiwilligen als Opfer in den Vulkan zu werfen, um dadurch den Wassergott freundlich zu stimmen und so das Wasser zurückzubekommen. Der liebeskranke Melman, der wegen seiner eingebildeten Krankheit sowieso glaubt, nicht mehr lange leben zu können, meldet sich daraufhin. Gerade noch rechtzeitig hatte er Gloria seine Liebe gestanden, die ihn dann auch in letzter Sekunde vor dem Fall in den Vulkan retten kann. Alex und Marty entdecken den Staudamm der Touristen. Nach zwischenzeitlicher Gefangennahme und anschließender Befreiungsaktion zerstören die Tiere den Staudamm mithilfe der Pinguine und ihres Flugzeuges. Alex und seinem Vater gelingt es auch durch einen Trick, Makunga wieder zu entmachten und ihre Ehre und Stellung im Rudel zurückzuerlangen.
Zum Schluss wollen alle vorerst in Afrika bleiben, bis auf Skipper, der seine geliebte Puppe heiratet und zusammen mit den anderen Pinguinen und den Schimpansen mit dem Flugzeug und einer Ladung Gold und Diamanten in die Flitterwochen nach Monte Carlo fliegt.
Der Film wurde vom Studio DreamWorks Animation unter der Regie von Eric Darnell und Tom McGrath produziert. Die Musik wurde komponiert von Hans Zimmer und gesungen von Will.i.am. Vertrieben wird der Film in den USA von Paramount Pictures. Die Kinopremiere in den Vereinigten Staaten war am 7. November 2008. Bereits am 30. Oktober kam der Film in die russischen und ukrainischen Kinos.
Am 3. Dezember hatte der Film Premiere in Frankreich und Belgien, seit dem 4. Dezember 2008 war er in Deutschland zu sehen.
Der Film wurde von der Berliner Synchron AG übersetzt und synchronisiert.
Am 19. Dezember 2008 erhielt der Film die Goldene Leinwand für über drei Millionen Kinozuschauer.
Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken und erreichte bei Rotten Tomatoes eine Bewertung von 64 %, basierend auf 150 Kritiken. Bei Metacritic konnte ein Metascore von 61, basierend auf 25 Kritiken, erzielt werden.
„Unterhaltsamer Familienfilm voller gewitzter Einfälle, dessen Umsetzung freilich einige Unstimmigkeiten aufweist. So schwächen sich Gags und „gefühlvoll“-dramatische Szenen mitunter gegenseitig ab, und die detailverliebte Animation verträgt sich nur wenig mit dem „Loony Tunes“-Stil der Actionsequenzen.“
Eine Fortsetzung mit dem Titel Madagascar 3: Flucht durch Europa wurde am 8. Juni 2012 veröffentlicht. Alex der Löwe, Marty das Zebra, Gloria das Nilpferd und Melman, die Giraffe versuchen immer noch nach Hause nach New York zu kommen. Dieses Mal geht ihre Reise zu einem Reisezirkus in Europa, den sie im Madagascar-Stil neuerfinden wollen.
Madagascar (2005) | Madagascar 2 (2008) | Madagascar 3: Flucht durch Europa (2012)
Die Madagascar-Pinguine in vorweihnachtlicher Mission (2005) | Fröhliches Madagascar (2009) | Die Pinguine aus Madagascar (2014)
Die Pinguine aus Madagascar (2008–2013) | King Julien (seit 2014)
Antz (1998) • Der Prinz von Ägypten (1998) • Der Weg nach El Dorado (2000) • Chicken Run – Hennen rennen (2000) • Shrek – Der tollkühne Held (2001) • Spirit – Der wilde Mustang (2002) • Sinbad – Der Herr der sieben Meere (2003) • Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück (2004) • Große Haie – Kleine Fische (2004) • Madagascar (2005) • Wallace & Gromit – Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen (2005) • Ab durch die Hecke (2006) • Flutsch und weg (2006) • Shrek der Dritte (2007) • Bee Movie – Das Honigkomplott (2007) • Kung Fu Panda (2008) • Madagascar 2 (2008) • Monsters vs. Aliens (2009) • Drachenzähmen leicht gemacht (2010) • Für immer Shrek (2010) • Megamind (2010) • Kung Fu Panda 2 (2011) • Der gestiefelte Kater (2011) • Madagascar 3: Flucht durch Europa (2012) • Die Hüter des Lichts (2012) • Die Croods (2013) • Turbo – Kleine Schnecke, großer Traum (2013) • Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman (2014) • Drachenzähmen leicht gemacht 2 (2014) • Die Pinguine aus Madagascar (2014) • Home – Ein smektakulärer Trip (2015) • Kung Fu Panda 3 (2016)

Fuchsschwanzgräser

Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis) links und Knick-Fuchsschwanz (Alopecurus geniculatus) rechts
Die Fuchsschwanzgräser (Alopecurus) sind eine weltweit mit etwa 36 Arten verbreitete, auch in Mitteleuropa häufig vorkommende Gattung der Familie der Süßgräser (Poaceae). Durch die an den Schwanz eines Fuchses erinnernde Ährenrispe erhielten sie ihre deutsche Bezeichnung. Der Name Alopecurus wurde bereits in der Antike verwendet. Er setzt sich aus den griechischen Wörtern alopex = Fuchs und oura = Schwanz, bezieht sich also wie der deutsche Name auf das Aussehen der Rispe. Dieselbe Motivation liegt dem deutschen Namen der nicht verwandten Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) zugrunde.

Die Fuchsschwanzgräser sind ein- bis zweijährige oder ausdauernde Pflanzen. Bei den ausdauernden Arten wachsen die Erneuerungstriebe innerhalb der Blattscheiden (intravaginal) der Rhizom-Niederblätter hoch. Die Stängel haben mehrere Knoten, die unteren Internodien sind manchmal verdickt. Die Blattscheiden sind mehr oder weniger stark gerieft, kahl und bis zum Grund offen. Die untersten Blattscheiden zerfasern. Das Blatthäutchen ist ein häutiger Saum. Die Blattspreiten sind in Knospenlage gerollt oder gefaltet.
Der Blütenstand ist eine walzen- oder eiförmige, dichte, vielblütige Ährenrispe. Die Hauptachse ist von den Ährchen verdeckt, die allseitswendig stehen. Die Seitenäste sind mit der Hauptachse verwachsen und verzweigt. Die Ährchenstiele sind kurz und an der Spitze scheibenartig verbreitert. Die Ährchen sind einblütig und 2 bis 9 mm lang. Über der Blüte gibt es keinen Achsenfortsatz. Das Ährchen ist seitlich zusammengedrückt und fällt zur Reife als Ganzes ab. Die Hüllspelzen sind gleich und bei manchen Arten bis über die Mitte miteinander verwachsen. Sie haben drei Nerven, sind gekielt, auf dem Kiel meist bewimpert, häutig und zur Reife hart. Die Deckspelze ist gleich lang oder leicht kürzer als die Hüllspelzen. An den Rändern der unteren Hälfte ist sie verwachsen und schließt so die Blüte schlauchartig ein. Auf dem Rücken trägt sie in der unteren Hälfte eine Granne. Diese ist entweder gekniet oder nicht gekniet und rau. Die Vorspelze fehlt bei etlichen Arten, so auch allen mitteleuropäischen. Es gibt drei Staubbeutel, die zur Blüte an der Spitze des Blütchens herausragen. Der Fruchtknoten ist kahl und trägt zwei kurze, häufig miteinander verklebten Griffeln mit langen, fedrigen Narben. Zur Blütezeit ragen die Narben an der Spitze der Blüte heraus. Die Blüten sind stark proterogyn: die Narben erscheinen vier bis sechs (selten ein bis zehn) Tage vor den Staubbeuteln und werden fremdbestäubt. Das Acker-Fuchsschwanzgras und einige Rassen des Wiesen-Fuchsschwanzgrases sind selbststeril.
Die Frucht (Karyopse) ist schmal-elliptisch bis eiförmig und auf den Seiten stark zusammengedrückt. Der Embryo ist ein Viertel bis ein Drittel so lang wie die Frucht. Der Nabel ist punktförmig.
Die Gattung Alopecurus wird innerhalb der Familie der Süßgräser der Unterfamilie Pooideae und der Tribus Aveneae zugeordnet.
Sie besteht aus 36 Arten, von denen 14 in Europa heimisch sind. Die GrassBase von Kew Gardens listet folgende Arten:
Folgende Hybriden sind anerkannt:

St. Peter und Paul (Achering)

Die Filialkirche St. Peter und Paul ist die römisch-katholische Dorfkirche von Achering, einem Ortsteil der Großen Kreisstadt Freising in Oberbayern.
Die Kirche wurde am westlichen Dorfrand errichtet. Der gotische Chor der Kirche stammt aus dem 15. Jahrhundert. Der rechteckige Raum wird von einem auf kleinen Kragsteinen aufsitzenden Sterngewölbe überspannt. Langhaus und Sakristei wurden 1860 erbaut.
Zur Ausstattung der Kirche zählt eine 118 Zentimeter hohe Holzfigur vom Beginn des 16. Jahrhunderts, die den heiligen Sebastian in fürstlichem Gewand darstellt. In der Rechten hält er zwei Pfeile.
48.34394311.70669Koordinaten: 48° 20′ 38″ N, 11° 42′ 24″ O
Altöttinger Kapelle | St. Andrä (†) | St. Benedikt | Pfarrkirche Christi Himmelfahrt | St. Erhard (Attaching) | Stadtpfarrkirche St. Georg | St. Georg (Sünzhausen) | Heiliggeistspital | St. Jakob (Vötting) | St. Johannes | St. Johannes der Täufer | St. Klara | St. Korbinian (†) | St. Lantpert | St. Laurentius (Haindlfing) | Dom St. Maria und St. Korbinian | St. Maria | St. Michael (Tüntenhausen) | St. Peter und Paul | St. Peter und Paul (Achering) | Kapelle Pellhausen | Peterskapelle (†) | St. Ulrich (Hohenbachern) | St. Ulrich (Pulling) | St. Valentin (Altenhausen) | St. Veit (†) | Wieskirche 
(†): Kirche nicht mehr vorhanden 

Fritz Weiss (Bandleader)

Fritz Weiss (* 28. September 1919 in Prag; † 4. Oktober 1944 im KZ Auschwitz) war ein tschechischer Swing-Bandleader im KZ Theresienstadt.

Weiss war früh ein Swing-Fan und spielte Trompete, als er noch Schüler an der International English Grammar School in Prag war. Als nach der Besetzung durch die Nationalsozialisten 1939 viele Schulen und Universitäten geschlossen wurden, wurden aus Studenten vielfach professionelle Jazzmusiker. Auch die Emil Ludvík Band, deren musikalischer Leiter und Arrangeur Weiss insgeheim war (als Jude durfte er das nicht offiziell sein und nicht einmal öffentlich auftreten), entstand aus diesen Studenten- und Schülerbands. Die Band machte 1941 auch Aufnahmen mit den Arrangements von Weiss. 1942 wurde Weiss nach Theresienstadt deportiert, konnte aber den Kontakt mit seiner alten Band in Prag aufrechterhalten und Arrangements austauschen. Im Ghetto Theresienstadt gründete er die „Ghetto Swingers“, in der auch ehemalige Mitspieler aus Prag waren. Die Duldung derartiger kultureller Aktivitäten in Theresienstadt sollte Besuchern aus dem Ausland humane Haftbedingungen in Konzentrationslagern vorgaukeln. Für den 1944 in Theresienstadt unter der Regie von Kurt Gerron gedrehten Film, der später auch als „Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“ bekannt wurde, spielten die „Ghetto Swingers“ die Musik ein.
In den „Ghetto Swingers“ spielten Pavel Kohn, Gokkes und Erich Vogel Trompete, Fritz Taussig Posaune, Fritz Weiss Klarinette, Vodnansky Altsaxophone, Donde Tenorsaxophon, Pavel Libenský Bass, Nettl Klavier, Frenta Goldschmidt Gitarre und Coco Schumann Schlagzeug. Außerdem spielten im Lauf der Zeit noch mit der Pianist Brammer, der Schlagzeuger Kurt Bauer, der Bassist Fasal, Fredy Mautner an der Posaune (1943), Langer an der Klarinette und dem Tenorsaxophon, Jetti Kantor (Geige) und Fredy Haber (Tenor).
1944 wurde Weiss nach Auschwitz deportiert. Angeblich schloss er sich bei der Selektion auf der Rampe seinem alten Vater an, der als „arbeitsunfähig“ in die Gaskammern geschickt wurde.
Als Nachfolger von Weiss hatte 1944 Martin Roman die Leitung, der auch ein Kabarettprogramm für Theresienstadt schrieb („Karussell“).

Reformierte Kirche Mollis

Die reformierte Kirche Mollis ist eine Glarner Landkirche von Johann Ulrich Grubenmann.

Ein erstes, St. Maria geweihtes Gotteshaus wurde 1288 erstmals erwähnt. Nach der Reformation spalteten sich die katholisch gebliebenen Dörfer Näfels und Oberurnen von Mollis ab. Die baufällig gewordene Kirche von Mollis wurde 1760–1761 durch einen Neubau des Baumeisters Johann Ulrich Grubenmann ersetzt. Grubenmann bediente sich bei der Konstruktion des Dachstuhls, wie bei seinen anderen Kirchenbauten, der Brückenbauweise.
Der schlichte Außenbau wird durch den an der östlichen Breitseite angefügten Glockenturm mit geschweiften Wimpergen dominiert. Ein schwungvolles barockes Vorzeichen prägt die Westfassade. Die Längsseiten sind durch hohe Rundbogenfenster geprägt. An der Hauptfassade sind drei Rosettenfenster von einer neugotischen Umgestaltung im Jahr 1869 erhalten geblieben.
Das Gebäude bildet eine einfache Saalkirche. Als Pendant zur originalen Westempore wurde 1838 eine Ostempore im klassizistischen Stil errichtet. Der Kanzelkorb und der Taufstein vor der Kanzel stammen von Johann Josef Moosbrugger. In der Empore sind Gedenktafeln für Kriegsgefallene eingelassen. 1902 wurde die Decke mit Neorokoko-Stuckaturen ausgestattet, die Reste des ursprünglichen barocken Stucks ergänzen. Die Orgel stammt von 1962.
Im Jahre 1388 wurde ein Großteil der 54 eidgenössischen Opfer der Schlacht bei Näfels in der damaligen Pfarrkirche beigesetzt. Heute erinnert eine 1839 angebrachte Tafel an die in der Schlacht gefallenen Glarner. Die Opfer auf Seiten der Habsburger wurden hingegen zunächst an der Letzi verscharrt. Am 29. November 1389 grub Abt Bilgeri vom Kloster Rüti dann etwa 180 Gefallene aus der ungeweihten Erde vor der Letzi aus und überführte die Opfer ins Kloster Rüti.
47.093749.07567Koordinaten: 47° 5′ 37″ N, 9° 4′ 32″ O; CH1903: 724281 / 217155